Fesche Cybercops mit viel Popo und so: Recherche-Späße

Gerade stecke ich mitten drin in meinem dritten Krimi. Ich habe schon die Hälfte geschrieben und bin sehr glücklich damit. Leider kann ich den Arbeitstitel hier nicht verraten, so lange seitens des Verlags noch kein Titelschutz beantragt wurde. Nennen wir ihn also einfach mal “Erdbeerwölkchen”. Klingt doch besser als Namenloser Krimi Nummer Drei, oder?

Es macht wirklich Spaß, an Erdbeerwölkchen zu arbeiten. Vor allem, seit die Kinder alle in den selben Kindergarten gehen und ich VORMITTAGS schreiben kann!!! LUXUS PUR!! Jahrelang habe ich meinen Feierabend geopfert und geschrieben, wenn die Kinder endlich in der Heia waren, also von 21 bis 24 Uhr. Diese Fron ist nun vorbei! Jetzt kann ich mir um 21 Uhr ein Glas Wein einschenken und noch ein bisserl was nähen oder lesen oder … noch mal an den Schreibtisch schleichen und außerplanmäßig an Erdbeerwölkchen weiterschreiben. Weil’s grad so schee is.

Aber warum eigentlich? Was genau macht mir daran solchen Spaß? Ich will Euch hier mit auf die Recherche nehmen, damit Ihr auch was zu lachen habt:

Spitze, oder? Am Eibsee habe ich mir den idealen Ort für den dramatischen Showdown von Erdbeerwölkchen ausgesucht, wo der Massenmörder seiner Angebeteten die … aber ich darf nicht zuviel verraten. Die süßen Mini-Schneemänner muss eine Familie hinterlassen haben, die kurz zuvor auf dem Eibsee-Rundweg unterwegs war.

Ob ich die Obergrainauer Kälber schon in Erdbeerwölkchen verwenden kann, weiß ich nicht. Ich fürchte, die müssen bis zum Frühling warten, wenn ich sie für meinen ersten Grainau-Krimi verwurste. Übrigens reagiert mein Mann auf die distanzlosen Geschöpfe ganz richtig: Fest ins Auge fassen und im Notfall mit der flachen Hand auf die Nase hauen. Soweit kam es allerdings nicht, obwohl mir eine auf der Suche nach Futter ziemlich fest in den Popo gebissen hat.

Womit wir bei den Recherche-Blüten aus dem Internet wären: “Ja” auf Albanisch heißt nämlich “Po”! Ich war so weggeflasht, dass ich das vielleicht sogar ein Mal zu oft in den Text eingebaut habe, da kommt nämlich ein falscher Albaner vor.

Und dann wären da noch die Cybercops. Bayern ist – logisch! – auch Spitzenreiter in Sachen Bekämpfung der Cyberkriminalität und verfügt mittlerweile über ganze 47 Cybercops. Das sind “EDV-Spezialisten”, die als Quereinsteiger zu regulären Polizisten weitergebildet werden und dann gegen die bösen Datenräuber und Würmerschleudern in den Tiefen des weltweiten Netzes vorgehen. Ich habe einen kleinen Uniform-Fetisch und stelle mir so einen Cybercop ja ziemlich heiß vor, wie eine Mischung aus dem netten Streifenpolizisten von nebenan und dem jungen Arnold Schwarzenegger in Terminator. Aber vermutlich liege ich da falsch. In Wirklichkeit sitzen die siebenundvierzig Cybercops wahrscheinlich in siebenundvierzig ausgeleierten alten Band-T-Shirts vor ihren siebenundvierzig gigantischen Bildschirmen im Bayerischen Landeskriminalamt und schieben sich aus siebenundvierzig Pappschachteln die kalte Pizza in die blassen, abgehärmten Gesichter.

Ich würde trotzdem gerne mal einen kennen lernen. Hey, ihr bayerischen Cybercops: Wenn das hier einer liest, meldet euch! Vielleicht könnt ihr meinen Mann überzeugen, bei euch die Nummer 48 zu werden? Er macht auch was mit Computern. Und die Uniform würde ihm sooo gut stehen … als Polizistengattin würde mir auch die Recherche viel leichter fallen!

Wobei es leichter als jetzt gerade ja kaum geht. Erdbeerwölkchen macht wirklich Spaß. Muss auch mal sein.

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